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stepcontrol:einrichtung

Einrichtung der StepControl

am Beispiel einer Drehscheibe mit Schrittmotor

Die Einrichtung der StepControl setzt etwas Vorbereitung voraus. Man kann die einzelnen Komponenten im noch nicht eingebauten Zustand an der StepControl zwar testen, jedoch können dabei durchaus Fehlermeldungen entstehen. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn der Homesensor nicht innerhalb der maximalen Schrittzahl der Drehscheibe ausgelöst wird. Wer trotzdem den Motor einmal anschliessen will, sollte eine Fahne aus Klebeband um die Achse kleben. Unter Umständen dreht der Motor so langsam, dass man nicht sieht, dass er sich bewegt. Mit dem Klebeband macht man das einfach sichtbar.

Für eine erste Inbetriebnahme der StepControl, sollte die Drehscheibe wie folgt vorbereitet sein:

  • Die Bühne läßt sich leichtgängig drehen.
  • Der Schrittmotor ist mit der Bühne verbunden.
  • Der Homesensor ist eingebaut.
  • Schrittmotor und Homesensor sind mit der Stepcontrol verbunden.
  • Um das System schnell stoppen zu können, kann auch der Notaus-Taster angeschlossen werden.

Wenn soweit alles verbaut und angeschlossen ist, kann die Baugruppe an den BiDiB-Bus angeschlossen und mit Spannung versorgt werden. Die Bühne sollte sich jetzt langsam, rückwärts (gegen den Uhrzeigersinn) bewegen und den Homesensor suchen. Wenn dieser auslöst bleibt die Bühne stehen. Wenn schon ein Soundmodul angeschlossen und die Soundausgabe aktiviert ist, dann ertönt ein Sound „Warnsignal bei Referenzfahrt“. Unter Umständen kommt es während der Bewegung des Motors zu einer Fehlermeldung, weil die Schrittzahl und das Microstepping nicht zu der Bühne passt. Das ist nicht weiter schlimm. Die Daten kann man passend für seine Drehscheibe über den BiDiB-Wizard wie folgt einrichten:

Einrichtung über den BiDiB-Wizard

Zur Einrichtung der StepControl bitte eine aktuelle Version des BiDiB-Wizard herunterladen.

Im BiDiB-Wizard wird die StepControl-Baugruppe unter „Knoten“ und danach dann der Reiter „StepControl“ unter „Knoten Details“ ausgewählt. Hier wird der „Konfigurations-Assistent“ gestartet und Schritt für Schritt die benötigten Daten eingegeben.

Im ersten Fenster erfolgt die Auswahl zwischen Schiebebühne oder Drehscheibe:

Nach klicken auf „Weiter“ können im nächsten Fenster folgende Einstellungen gemacht werden:

Hier werden folgende Daten eingetragen.

  • Motorgröße (Beispiel: NEMA 17 ist ein 42x42mm großer Motor)
  • Schrittzahl des Motors (Um eine möglichst große physikalische Auflösung zu erhalten, sollten Motoren mit 400 Schritten verwendet werden.)
  • Wenn ein Getriebe genutzt wird, kann hier die Übersetzung und das Getriebespiel angegeben werden. Wird der Schrittmotor direkt mit der Bühne verbunden, wird Nein angeklickt.
  • Die Microschritte werden als Standard mit 64 angegeben und daraus errechnet sich dann mit der physikalischen Schrittzahl des Motors die Gesamtschrittzahl für eine vollständige Umdrehung. Je nach Größe der Drehscheibe kann hier mit den Werten probiert werden und die Auflösung erhöht werden. Die Einstellung dient nur zur Berechnung der Schritte für eine Umdrehung. An der Motoransteuerung ändert sich nichts. Der Chip in der Baugruppe rechnet intern mit 256 Microsteps.
  • Die Skalierung Geschwindigkeit & Beschleunigung ist aktuell nicht anwählbar. Erläuterung folgt, wenn Feature verfügbar.
  • Die Werte für Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsen sind Default-Werte, die später in den Einstellungen der Baugruppe verändert werden können.
  • Gesamtschritte (SPR) sind die Gesamtschritte, der Drehscheibe für eine volle Umdrehung und errechnen sich aus der physikalischen Schrittzahl des Schrittmotors und den eingestellten Microschritten.

Nach klicken auf Weiter befindet sich im nächsten Fenster eine Zusammenfassung der eingestellten Werte:

Sind die Werte wie gewünscht, dann auf CV-schreiben klicken und die Grundkonfiguration ist abgeschlossen.


Einstellen der Abgänge

Die Abgänge werden über den Reiter „Stepcontrol“ eingestellt. Die Baugruppe sollte neu gestartet werden und danach bewegt sich die Bühne Rückwärts, bis die Homeposition erreicht ist. Dies ist die Position „0“. Die Bühne ist synchronisiert. Jetzt kann die erste Position angefahren werden. Dies kann durch eintragen der Position in dem Feld Direkt erfolgen oder durch Klicks auf die Pfeilfelder. Die aktuelle Position wird dann im Feld Position angezeigt.

Hinweis: Wenn man zum Beispiel 50.000 Schritte für eine gesamte Drehung der Bühne benötigt, dann sind 10 Schritte Bewegung meist kaum sichtbar. Es empfiehlt sich daher größere Bewegungen durch eintragen der Position in Direkt anzufahren und mit den Pfeiltasten die Feinjustierung zu übernehmen. Ein wenig probieren ist hier nötig.

Wenn die gewünschte Position erreicht ist, muß diese als neuer Aspekt gespeichert werden. Diese Position kann entweder in einen bereits bestehenden Eintrag durch drücken auf den Schraubenschlüssel gespeichert werden oder es wird mit einem Rechtsklick ein neuer Aspekt angelegt.

Eine Sortierung der Abgänge erfolgt automatisch anhand der Position. Die Nummer der beiden Aspekte wird im Zeilenheader angezeigt. In der linken Spalte kann man dann den dazugehörigen Winkel sehen und die Polarität einstellen, die der jeweilige Abgang haben soll.

Maximal sind 48 Abgänge möglich, immer in gerader Zahl. Das bedeutet, jeder Abgang hat eine Gegenseite, die mit eingetragen werden muß, auch wenn sich dort kein Gleisabgang befindet. Der Grund dafür ist das Wenden der Drehscheibe um 180 Grad, bei welchem die gegenüberliegende Seite angefahren wird. Durch drücken des Taschenrechnersymbols wird die Gegenseite automatisch errechnet und eingetragen. Sollte der Wert trotzdem etwas abweichen, so kann eine Korrektur vorgenommen werden. Zur Überprüfung der Abgänge können diese auch testweise angefahren werden.

Sollten zu viele Abgänge eingetragen sein und welche gelöscht werden, dann ist dies ebenfalls mit einem Rechtsklick und Löschen… möglich.

Mit einem Klick auf die grünen Pfeile wird die Polarität des Gleises geschaltet. Um die richtige Polarität zu testen empfiehlt sich ein Polaritätsprüfer.


Einstellen der Geschwindigkeit

Über die zwei kleinen Pfeile kann das Menü Geschwindigkeit und Beschleunigung ausgeklappt werden. Hier können die Werte für Geschwindigkeit, sowie Beschleunigung und Bremsen eingestellt werden.


Einstellen des Motorstroms

Wenn die Stromeinstellungen für den Schrittmotor verändert werden sollen, dann werden dafür in „CV Definitionen“ die CVs 140 bis 142 angepasst. Die eingetragene Zahl ist ein Zehntel des Wertes (Beispiel: 350mA = Wert 35).

Der Strom sollte nur so hoch wie benötigt eingestellt werden. Ein Schrittmotor, der als Beispiel im Datenblatt mit 1A angegeben ist, funktioniert auch mit deutlich weniger. Bei einem hohen Wert wird der Strom im Motor in Wärme umgewandelt. Wenn der Motor bei Fichtelbahn zusammen mit der Hardware gekauft wurde, dann sind bereits Standardwerte in der Firmware vorgegeben.

Die gewünschte Zeile wird angeklickt und der Wert in das dafür vorgesehene Feld geschrieben. Mit einem Klick auf „merken“ wird der Wert für ein Speichern vorgemerkt. Der Wert wird endgültig gespeichert, indem man die Zeile mit einem Klick auswählt (diese wird dann blau hinterlegt) und mit einem Rechtsklick auf „CVs Schreiben“ die Ausführung auslöst.

Hinweis zum Betreiben des Motors mit/ohne Getriebe: Bei kleinen, sehr leichtgängigen Drehscheiben ist es sogar unter Umständen möglich, auf ein Getriebe zu verzichten und den Motor direkt an die Drehscheibe anzuschließen. Ab einer gewissen Größe empfiehlt es sich eine kleine Untersetzung in Form eines Riemenantriebes zwischen Schrittmotor und Drehscheibe zu bauen. Dies erhöht die Kraft des Motors und verbessert die Auflösung. Bei einem Getriebe ist auf ein minimalstes Spiel zu achten und der Riemen zu spannen. Je größer die Drehscheibe ist, desto größer wird ein minimale Fehler am Ende der Bühne. Wenn der Motor genug Kraft hat, die Bühne zu bewegen und es trotzdem zu falsch angefahrenen Positionen kommt, dann liegt dies so gut wie immer an einem Getriebespiel.


Einstellen der Bühnenplatine

Wird noch überarbeitet... Bühnenplatine ist aktuell nicht verfügbar!

Rückmeldung:

Die im Wizard unter dem Reiter „Belegtmelder“ angezeigte Rückmeldung mit drei Belegtmeldern ist nur mit der Bühnenplatine nutzbar. Wenn diese nicht installiert ist, dann muß für eine Belegtmedlung der Eingang der StepControl mit einem freien Ausgang eines GBM16T/GBM16TS versorgt werden. Dieser stellt dann die Belegtmeldung zur Verfügung.

Die Belegtmelder haben folgende Bedeutung:

  • 00: Hier muß noch Text hin
  • 01: Hier muß noch Text hin
  • 02: Hier muß noch Text hin
  • 03: Hier muß noch Text hin
  • 04: Position erreicht: Hier wird signalisiert wenn die Bühne einen Abgang angefahren und das Ziel erreicht hat.
  • 05: HOME_0: Hier wird signalisiert, wenn der Homesensor Home0 ausgelöst ist.
  • 06: HOME_1: Hier wird signalisiert, wenn der Homesensor Home1 ausgelöst ist.
  • 07: AUX: Hier wird signalisiert, wenn der Sensor AUX ausgelöst ist. (Noch nicht geklärt, welcher Anschluß das auf der StepControl/Bühnenplatine ist!)

Servoausgänge:

Makros:

Accessories:

Lichtausgänge:

Soundausgänge:

Funktionszuordnung SUSI:

F1 Verriegelung lösen
F2 Fahrt (Beschleunigen)
F3 Fahrt (Fahren)
F4 Fahrt (Bremsen)
F5 Verriegelung schließen
F6 Schienenstoß
F7 Warnhupe
F8 Signalton Fahrt
F9 Signalton Halt
F10 Warnsignal bei Referenzfahrt (Fiepton)
F11 Homeposition bei Referenzfahrt erreicht
F12 Warnsignal bei erkannten Fehlern
F13 Signalton Kommen

Alle Töne sind auch für die Makrosteuerung verfügbar. Weiterführende Informationen befinden sich auf der Entwicklerseite.


Unterschiede bei einer Schiebebühne

Die Einrichtung einer Schiebebühne folgt analog zu der einer Drehscheibe. Im Unterschied zur Drehscheibe sind jedoch zwingend zwei Home-Sensoren anzuschliessen. Diese Begrenzen die Fahrt der Bühne zu den Seiten. Weiter ist es aufgrund der Bauart meist nicht nötig, die Fahrspannung mit einem Kehrschleifenmodul, bzw. der Bühnenplatine umzupolen.

stepcontrol/einrichtung.txt · Zuletzt geändert: 2021/07/29 12:15 von 12mm