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Anwendungsmöglichkeiten

OneControl und OneDriveTurn bieten wie ihr Vorbild LightControl einen großen Anwendungsbereich für den Einsatz rund um das Thema Modellbahnsteuerung.

Der Schwerpunkt dieser Baugruppen orientiert sich aber mehr in die Richtung „Schalten und Bewegen“.

Beide Baugruppen verfügen über drei Gruppen von Aktoren „Power- bzw. Motor-Ausgänge, Servos und I/O Ports“. Diese können unabhängig voneinander und gleichzeitig verwendet werden. Die Konfiguration findet ebenfalls in den BiDiB-Tools statt und funktioniert nach dem gleichen bekannten Prinzip von LightControl und MoBaList. In der folgenden Beschreibung werden Ihnen die Besonderheiten der Baugruppen aufgeführt und ein Lösungsweg für die Änderung der Einstellungen dokumentiert.

Die Beschreibung erfolgt an Hand der so genannten Konfiguartionsvariablen (engl. CV).

Mit Freigabe des BiDiB-Protokolls 0.6 können diese Einstellungen über dort definierte „Features“ vorgenommen werden. Dazu bieten Programme wie z.B. der BiDiB-Wizard komfortable Möglichkeiten der Feinabstimmung.

Eine Eigenschaft, die nur die eine oder andere Baugruppe aufweist, wird gesondert gekennzeichet. Die Bilder zeigen in der Regel die OneControl, sind aber - soweit nicht gesondert erwähnt - auch auf den OneDriveTurn übertragbar.

Ab der Version 1.03.04 der OneControl, mit jeder Version der OneDriveTurn-Baugruppe und in Funktion mit dem BiDiBonePlus kann wahlweise ein Belegtmelder GBM16T an die Baugruppe angeschlossen werden.


Power- bzw. Motor-Ausgänge

Die Powerausgänge bei der OneControl und die Motor-Ausgänge bei dem OneDriveTurn können mit unterschiedlichen Schaltspannungen versorgt werden.

Diese Konfiguration weicht zwischen OneControl und OneDriveTurn leicht ab - eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Punkt Anschlussbelegung der jeweiligen Baugruppe.

Aus- und Eingänge werden grundsätzlich in einem Rhythmus von etwa 20 ms bedient. Innerhalb diesen Rhythmus' werden die Ausgänge bevorzugt behandelt und unterbrechen die Bearbeitung der Eingänge (siehe unten GPIO Ports).

Jeder einzelner Powerausgang der OneControl verträgt einen Dauerstrom von 1A und kann kurzzeitig mit bis zu 1,5A (Puls) belastet werden. Die Eignung eines Magnetartikels u.A. für die OneControl kann im Kapitel Magnetartikel nachgelesen werden.

ACHTUNG: An Powerausgängen nur bei stromloser Baugruppe etwas anschließen. Ein beim Einschalten der Baugruppe offener Ausgang führt sonst durch die Lageüberwachung Strom und kann zum Durchbrennen einer „zum Test“ angeschlossenen Weichenspule führen, auch wenn der Ausgang auf Impulsantrieb konfiguriert ist!

Die Motorausgänge des OneDriveTurns können mit maximal 500mA Dauerstrom je Ausgang belastet werden. Ein kurzzeitiger Peakstrom bis 1,2A ist zulässig.

Das Verhalten der einzelnen Ausgänge kann über ein geeignetes Programm, z.B. BiDiB-Monitor oder BiDiB-Wizard in so genannten Konfigurationsvariablen (CV) eingestellt werden. Für jeden Ausgang stehen mehrere Variablen zur Verfügung.

Der CV-Bereich beginnt mit CV389, CV390 und CV391. In CV391 wird bei der OneControl der Partner einer zweibegriffigen Weichenschaltung angegeben. Power/MotorOutput1 belegt CV392, 393, (394), u.s.f. bis Power/MotorOutput15 mit CV434, 435, (436).

Die Einstellungen beim Auslieferungszustand sind fett dargestellt.

………………….

Konfiguration

Um den Speicherplatz nicht unnötig zu verschwenden, sind die folgenden Einstellungen in einer einzigen CV untergebracht. Jeder Ausgang lässt sich einzeln und in jeder beliebigen Kombination konfigurieren. Sinnvollerweise sollte man z.B. Doppelspulenantriebe auch gleichartig konfigurieren :-).

Herzstückpolarisation

Um eine Herzstückpolarisation mit den Powerausgängen vorzunehmen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Bit 0 = 0 ohne, da bei einer Herzstückpolarisation die Rückmeldeüberwachung ausgeschaltet werden muss.
  • Die Lötbrücken SJ21/SJ22 sind auf VCC verbunden, um ein sicheres Schalten der Relais auf dem RelaisAddon zu gewährleisten.

Rückmeldeüberwachung (nur OneControl)

Bit 0 = 0 ohne, Bit 0 = 1 mit Rückmeldeüberwachung

Die Rückmeldeüberwachung ist ausschließlich für Verbraucher mit Endabschaltung möglich, wie sie bei vielen magnetischen Weichenantrieben realisiert ist.

Ohne Rückmeldeüberwachung wird ein Ausgang gestellt, ohne das Ergebnis zu überprüfen. Ist die Rückmeldeüberwachung aktiviert, prüft die OneControl nach der in der folgenden CV „Rückmelde-, Impuls-Ticks“ eingestellten Zeit, ob der Ausgang die gewünschte Lage angenommen hat. Ist das nicht der Fall, wird eine Fehlermeldung an der MSG-LED angezeigt und ein „Rückmeldefehler“ an den BiDiBus geschickt.

Bei einem Magnetartikel ohne Endabschaltung oder z.B. einer Lampe muss die Rückmeldeüberwachung ausgeschaltet werden, da es sonst zu überflüssigen Fehlermeldungen kommen kann.

Soll ein überwachter Ausgang eingeschaltet werden, muss ihm unbedingt Zeit zum Schalten gegönnt werden. Das wird i.d.R. durch eine Verzögerung beim nächsten Makroschritt erreicht. Ist der Makroschritt aber der letzte in der Kette, so muss eine explizite Verzögerung konfiguriert werden. Ansonsten können mögliche Fehler dieses Schrittes nicht gemeldet werden!

Endabschaltung (nur OneControl)

Bit 1 = 0 ohne, Bit 1 = 1 mit Endabschaltung

Wird ein Magnetartikel mit einer Endabschaltung angeschlossen, dann muss das Bit 1 auf den Wert 1 gestellt werden. Wird an den Ausgang ein Verbraucher ohne eine Endabschaltung angeschlossen (Glühbirne, Relais, RelaisAddon Modul, DriveAddon Modul,…) dann muss das Bit 1 auf den Wert 0 gestellt werden, sonst ist kein Dauerbetrieb möglich. Als Default-Einstellung ist die Endabschaltung aktiviert.

Ein Magnetartikel mit Endabschaltung an einem Powerausgang muss entsprechend konfiguriert werden! Dadurch wird vermieden, dass der abgeschaltete Zweig gfls. als fehlerhafte Rückmeldung interpretiert wird. Außerdem wird die Abschaltzeit bei konfigurierter Rückmeldeüberwachung minimiert.

Wird ein Verbraucher ohne Endabschaltung (z.B. die o.g. Glühbirne) an den Ausgang angeschlossen und die Funktion „Endabschaltung“ nicht deaktiviert, dann wird der Ausgang nach dem abgelaufenen zeitlichen Wert vom CV „Rückmelde-, Impuls-Ticks“ abgeschaltet, weil die OneControl von einem fehlerhaften Magnetartikel ausgeht.

Impulsbetrieb

Bit 2 = 0 Dauer-, Bit 2 = 1 Impulsbetrieb

Im Dauerbetrieb wird ein Ausgang solange aktiv angesteuert, bis er einen Abschaltbefehl erhält. Der Abschaltbefehl kann durch den Anwender erfolgen oder durch die eingestellte Zeit des CV-Werts „Rückmelde-, Impuls-Ticks“. Ist der Impulsbetrieb konfiguriert, wird der Ausgang nach Ablauf der Impulszeit nicht mehr aktiv angesteuert. Die Impulslänge ist von dem eingestellten Wert des CVs „Rückmelde-, Impuls-Ticks“ abhängig.

………………….

Rückmelde-, Impuls-Ticks

Wert = 0 … 255, (15)

Hier wird die Länge eines Impulses bzw. die Rückmeldeüberwachungszeit eingestellt. Die Zeit wird in so genannten Ticks eingestellt. Das sind in diesem Falle die Umlaufzeit für die Weichenansteuerung und Lageüberwachung. Sie beträgt 20 ms. Im Auslieferungszusstand ist also eine Zeit von etwa 300 ms (15*20ms) konfiguriert. Wird bei einem Impuls-Ausgang zusätzlich die Rückmeldung überwacht, erfolgt diese kurz vor Ablauf des Impulses. Es ist also nur eine Zeitangabe notwendig.

Wird der Ausgang innerhalb dieser konfigurierten Zeit wiederholt gestellt, wird auch die Zeit jedes Mal neu berechnet.


Doppelspule (nur OneControl)

Bit 3 = 0 ohne, Bit 0 = 1 mit Doppelspule

Ist das Bit gesetzt, wird dieser Ausgang als Teil einer Doppelspule überwacht.

Der entsprechende Partnerausgang muss in CV391 (hier: Power-Ausgang 0) konfiguriert werden. Ebenso muss das Bit auch beim Partner inkl. dessen Adresse angegeben werden!

Doppelspule - Partner (nur OneControl)

Wert = 0 … 15, (0)

Der Parameter enthält die Adresse des zu einer Doppelspule gehörenden Powerausgangs.

Mit dieser Einstellung werden die Stellungen der beiden Ausgänge gemeinsam überwacht. Sie müssen gegenläufig sein. Ansonsten wird ein Fehler gemeldet.

Die Nummer bezieht sich auf die absolute Nummer des Powerausgangs (0…15)!

FIXME :!: Bei den Makro im Screenshot fehlt als 4. Schritt noch eine Wartezeit von n+1 Ticks, damit die Auswertung funktioniert. Dabei entspricht n der Impulstick-Angabe des Ausgangs.

Handverstellung (nur OneControl)

Die Handverstellung wird nur mit Accessorys an Host gemeldet und nur für jede Lage bei „Doppelspule“. Das heißt, vorher müssen sowohl CV als auch Makro(s) und Accessory(s) konfiguriert werden. Dann zeigen z.B. der BiDiB-Wizard oder das unterstützende PC-Steuerprogramm die Handverstellung im Gleisplan an.

Fehleranzeige im Wizard


GPIO Ports

Beim GPIO-Baustein können alle 16 Ports wahlweise einzeln als Eingang oder als Ausgang konfiguriert werden.

Ein Eingang schaltet gegen Masse und kann z.B. für die Rückmeldung von Servos verwendet werden. Ein Ausgang ist mit maximal 10 mA belastbar, reicht also für die Ansteuerung einer LED aus.

Auch hier kann das Verhalten der einzelnen Pins komfortabel über ein geeignetes Programm, z.B. BiDiB-Monitor oder BiDiB-Wizard in so genannten Konfigurationsvariablen (CV) eingestellt werden.

Die GPIO werden etwa alle 20 ms komplett gelesen und anschliessend jeder Eingang innerhalb von 1-2 ms ausgewertet. Dadurch ergibt sich eine Entprellzeit für die Eingänge von etwa 40-50 ms. Dieser Rhythmus wird durch zwischenzeitliche Schreibbefehle unterbrochen.

Für jeden Ausgang stehen zwei Variablen zur Verfügung. Der CV-Bereich beginnt mit dem ersten Port (GPIO0) CV437, CV438 und CV439. (Das CV439 ist nicht sichtbar und als Reserve für den ersten Pin (GPIO0) vorgesehen). GPIO1 belegt CV440, 441, (442), u.s.f. bis GPIO15 mit CV482, 483, (484).

Die Einstellung beim Auslieferungszustand sind fett dargestellt.

………………….

Konfiguration

Um den Speicherplatz nicht unnötig zu verschwenden, sind die folgenden Einstellungen in einer CV untergebracht. Jeder Ausgang lässt sich einzeln und in jeder beliebigen Kombination konfigurieren.

Werden Änderungen an dieser CV gemacht, muss sich die OneControl neu am Bus anmelden, damit diese Änderungen wirksam werden! Das kann durch einen Neustart des Knotens aus einem der Konfigurationswerkzeuge heraus oder durch einen Spannungsreset des Bausteins erreicht werden.

Ein-, Ausgang

Bit 0 = 0 Ausgang, Bit 0 = 1 Eingang

Die so genannten GPIOs (General Purpose Input/Outut) können, wie schon der Name vermuten lässt, entweder als Eingang oder als Ausgang verwendet werden.

als Eingang | Bit 0 = 1:

Diese Einstellung ist Default und ein Auslösen am Eingang der GPIO-Ports wird als Belegung erkannt. Im Register Schaltausgänge werden die betroffenen GPIO-Ports als nicht verfügbare Ausgänge angezeigt. Die betroffenen Ports sind ausgegraut.

als Ausgang | Bit 0 = 0:

Soll ein GPIO-Port als Ausgang konfiguriert werden, dann ändern Sie das betroffene Bit von 1 auf 0.

Mit Klick auf Speichern wird die Änderung erfasst und mit CV-Schreiben auf die OneControl Baugruppe übertragen.

Die Änderung wird erst nach einen Reset der Baugruppe wirksam.

Das kann durch einen Spannungsreset erfolgen oder über den Softwareeintrag „Zurücksetzten“.

Der betroffene Port ist jetzt im Register „Eingang“ nicht mehr verfügbar (ausgegraut) und wird im Register „Schaltausgänge“ als neuer Port angezeigt. Jetzt steht auch der neue GPIO-Port „Ausgang“ in der Makro-Ablaufsteuerung als Ausgang zur Verfügung und kann in einem Makro eingebunden werden.

Aktivlage

Bit 1 = 0 HIGH-, Bit 1 = 1 LOW-aktiv

Nur Eingang! Die Eingänge des GPIO-Bausteins werden gegen Masse geschaltet. Mit der Konfiguration HIGH-Aktiv wird beim Schliessen des Eingangs eine „0“ und beim Öffnen eine „1“ an den BiDiBus gemeldet. (Das entspricht dem elektrischen Zustand des Eingangs.) Mit der Konfiguration LOW-Aktiv wird beim Schliessen eine „1“ und beim Öffnen eine „0“ an den BiDiBus gemeldet. (Das entspricht der Funktionalität des Eingangs.)

Impulsbetrieb

Bit 2 = 0 Dauer-, Bit 2 = 1 Impulsbetrieb

Nur Ausgang! Im Dauerbetrieb wird ein Ausgang solange aktiv angesteuert, bis er einen Abschaltbefehl erhält. Ist der Impulsbetrieb konfiguriert, wird der Ausgang nach Ablauf der Impulszeit nicht mehr aktiv angesteuert. Der Impulsbetrieb wirkt auf die nächste Einstellung „Impuls-Ticks“.

………………….

Impuls-Ticks

Wert = 0…255, (0)

Hier wird die Länge eines Impulses eingestellt. Die Zeit wird in so genannten Ticks gemessen, ein Tick beträgt 20 ms.

Beachte: Wird der Ausgang innerhalb dieser konfigurierten Zeit wiederholt gestellt, wird auch die Zeit jedes Mal neu berechnet.

Die Voraussetzung dieser Funktion ist, dass im CV-Register „Konfiguration“ der Port als „Ausgang“ (Bit 0 = 0) definiert ist mit der Zusatzoption „Impulsbetrieb“ (Bit 2 = 1).


Servo Ports

Die OneControl kann 8 bzw. 4*) Servomotoren gleichzeitig verwalten und bewegen. Die Servomotoren können in einem Makro eingebunden werden oder lokal über das Fenster „Servoausgänge“ bewegt und konfiguriert werden. Der Funktionsumfang der Servos von der OneControl Baugruppe sind identisch zur LightControl. Es hat sich nur die Anzahl der Ports verdoppelt.

(*) Beim Anschluss eines GBM16T-Bausteins stehen die Servos 5-8 nicht zur Verfügung!

Einstellungen der Servoausgänge

Stellgeschwindigkeit (4)

Die Wertigkeit dieses Feldes definiert die Umlaufgeschwindigkeit des Servos vom Startwert zum Zielwert. Mit einem größeren Wert, erhält man einen langsame Bewegungt. (Default = 4)

Justierwert unten (20) / Justierwert oben (250)

Ein Servo hat einen grundsätzlichen Stellbereich von 0-250, dieser wurde in der Abbildung mit der Farbe grün markiert. Mit den Justierwerten unten / oben (blaue Markierung) definiert man fest den erlaubten Bereich, in dem der Servo sich bewegen darf. Ein klassischer Anwendungsfall wäre eine Weiche. Die Weiche darf sich zwischen den unteren und dem oberen Justierwert bewegen (Gerade / Abzweig der Weiche).

Zielwert in %

Der Zielwert ermöglich dem Servo die Fahrt zwischen den definierten Grenzen des unteren und oberen Justierwerts.

Beispiel Weiche: Mit den Justierwerten wurde die Weichenstellungen festgelegt, Weiche gerade = Justierwert unten und Weiche ungerade = Justierwert oben. Mit dem Zielwert wird die Weiche zwischen den beiden Stellungen bewegt. Soll die Weiche von gerade auf ungerade bewegt werden, dann ändert Sie den Zielwert von 0% auf 100%. Dieser Zielwert (0% und 100%) wird auch in den Makros eingetragen.

Der Vorteil dieser beiden Werte? Die Weiche hat sich aus thermischen Gründen in Ihrer Position verändert und der eingestellte Lagepunkt für die Servostellungen ist nicht mehr optimal und muss angepasst werden. In diesem Fall müssen Sie nicht in den Makros die einzelnen Zielwerte ändern, sondern es genügt an den oberen oder unteren Justierwerte diese Anpassungen durchzuführen. Alle Änderungen haben somit Auswirkung auf die konfigurierten Makros.


CVs der Servoausgänge

Das Verhalten von speziellen Eigenschaften von den Servoausgängen, kann komfortabel über ein Programm, z.B. BiDiB-Monitor oder BiDiB-Wizard mit so genannten Konfigurationsvariablen (CV) festgelegt werden. Für jeden Ausgang stehen verschiedene Variablen zur Verfügung. Nicht alle Variablen werden in der OneControl genutzt, der Servoteil der Firmware wird für verschiedene Projekte genutzt.

Min Low / Min High und Max Low / Max High

Diese vier Werte entsprechen den Einstellungen von Justierwert unten und Justierwert oben, aus dem Fenster „Servoausgänge“. Hier sind keine Einträge und Änderungen notwendig.

Modus

Das ist ein Bitfeld, in dem Betriebsarten der Servosteuerung eingestellt werden. Für die OneControl relevant sind nur die Bits 5, 6 und 7, die anderen Bits dürfen nicht verändert werden.

  • Bit 5: KeepOn

Dieses Bit legt fest, ob auch nach Ende einer Bewegung, weiterhin Servopulse für die Ziellage ausgegeben werden. Das verhindert ein unerwünschtes Ruckeln beim Wiedereinschalten, verursacht aber je nach Servo ein gelegentliches Nachregeln ('Knurren') der Servostellung. Der Servo hat auch mehr Haltekraft in der Endstellung. Wenn Servopulse in der Ziellage abgeschaltet werden, so sinkt der Stromverbrauch, der Servo ist ruhiger, hat aber weniger Haltekraft und kann ev. beim Wiederanfahren ruckeln (bauartabhängig)

  • Bit 6: PowCtrl

Wenn dieses Bit gesetzt ist, wird auch die Stromversorgung der Servos an- und abgeschaltet.

  • Bit 7: Stretch

Servos haben einen genormten Verstellbereich der Pulsbreite von 1ms bis 2ms. Leider hat sich herausgestellt, dass sehr viele, vor allem preiswerte Servo mit diesem Pulsbreitenbereich nur etwa 90° abfahren. Deshalb ist für BiDiB-Dekoder eine Verstellbereich von 0.5ms bis 2.5ms definiert worden, welcher mit diesem Bit aktiviert wird.

Wiederholung

Ist bei Knoten mit Makrofähigkeit (z.B. der OneControl) ohne Belang.

Position

Ist bei Knoten mit Makrofähigkeit (z.B. der OneControl) ohne Belang.

Kurveneinstellung für A / B

Ist bei Knoten mit Makrofähigkeit (z.B. der OneControl) ohne Belang.

Kurvenverzögerung A / B

Ist bei Knoten mit Makrofähigkeit (z.B. der OneControl) ohne Belang.

Power OFF

Wenn auch die Stromversorgung eines Servos nach der Bewegung abgeschaltet wird, so kann mit dieser Einstellung diese Abschaltung verzögert werden. Einheit 20ms.

Anwendung: z.B. ein Makro bestehe aus mehreren Bewegungen. Dann ist es sinnvoll, zwischen den Bewegungen das Servo nicht abzuschalten, erst am Ende, nach der letzten Bewegung. Hier wird dann eine entsprechende Zeit eingestellt, welche die Pause überwindet.

Pre Power

Mit PrePower kann das Einschaltverhalten und Einschaltruckeln optimiert werden. Hier wird der zeitliche Vorlauf der Stromversorgung vor dem ersten Stellpuls angegegeben. Die optimale Einstellung hängt von Servotyp ab, die meisten Servos laufen recht gut an, wenn Sie sehr schnell nach der Power auch den ersten Stellpuls bekommen (PrePower = 0 oder =1), manche Servos kommen besser zurecht, wenn die Zeit etwas größer ist (PrePower =4).


mit GBM16T Belegtmelder

An der OneControl (GBM16T-Schnittstelle) J10 kann - ab der Firmware Version 1.03.04 - ein GBM16T Modul angeschlossen werden (GBM16T = 16fach Belegtmelder nach dem Strommessprinzip mit 16 RailCom-Detektoren). Die Verbindung von OneControl zum GBM16T wird über ein Flachbandkabel hergestellt. Über diese Verbindung findet die Datenkommunikation statt (Belegtzustände, RailCom-Informationen). Dieses Kabel finden Sie im Fichtelbahn-Shop. Der Pin1 ist auf beiden Baugruppen mit einer „1“ markiert. Am Flachbandkabel ist der Pin1 rot gefärbt. Den DCC-Fahrstrom bekommt der Belegtmelder von einem benachbarten Booster (GBMboost), der zu diesem Boosterabschnitt passt!

Die Verbindung (OneControl ↔ GBM16T) ist nicht Hot-Plug fähig. Das bedeutet, dass beim Aufstecken des GBM16T-Moduls auf die GBM16T-Schnittstelle die OneControl-Baugruppe stromlos geschaltet werden muss. Der Belegtmelder wird erst nach dem Neustart der Baugruppe gefunden und im BiDiB-Wizard Tool (oder jedem anderem BiDiB-tauglichen Programm) angezeigt.

Wenn ein Melder durch eine Lok oder einem anderen Verbraucher (Widerstandslack an der Achse) belegt ist, wird dies durch ein rotes Kästchen angezeigt. Unterstützt die Lokomotive RailCom so wird ggf. zusätzlich die vom Decoder gesendete Adressinformation nebst Aufgleisrichtung und aktueller Geschwindigkeit übertragen. Wird diese Adressmeldung nicht empfangen, bleibt die Klammer leer.

Aufgleisrichtung

Man spricht zwar von einer Fahrtrichtungserkennung, diese besteht jedoch nicht aus den Informationen „vorwärts“ oder „rückwärts“, sondern aus „vorwärts“ und „falsch“ auf dem Gleis. Der Decoder sendet die RailCom-Information nur über eine Schienenseite in das Gleis. Der GBM16T erkennt diese mit seinen Detektoren und stellt somit fest, in welcher Richtung das Fahrzeug auf dem Gleis steht. Bei diesem Verfahren spricht man von Erkennung der „Aufgleisrichtung“. Das PC-Steuerprogramm bekommt diese Information übermittelt und kann somit den richtigen Fahrbefehl (vorwärts/rückwärts) senden.

Confidence Meldung

Der GBM16T übermittelt an die OneControl eine der Confidence Meldungen (eine Statusmeldung des GBM16T) „DCC anliegend“, „nur Hilfsspannung“, „Kurzschluss“ oder „Ausfall“:

  • VOID [1,0,0] Das ist ein Komplettausfall.
  • FREEZE [0,1,1] Wenn die Meldung schon mal eingegangen ist, aber aktuell nicht funktioniert, wird der letzte Zustand eingefroren. Das kann passieren, wenn das Erfassungssystem aus DCC gespeist wird und man DCC abschaltet.
  • SIGNAL [0,0,1] Wenn der Melder noch geht, aber feststellt „es ist kein DCC mehr am Gleis“. Das kann passieren, wenn man DCC abschaltet und eine zusätzliche Ersatzspeisung am GBM16T hat. Der GBM16T „lebt“ dann weiter und meldet die Belegung mit Ausfall von DCC (Boosterüberwachung).
  • GOOD [0,0,0] Hier läuft alles rund!

Speed-Meldung

In der eckigen Klammer wird die aktuelle Geschwindigkeit (Speed) in der umgerechneten km/h-Angabe angezeigt.

Hinweis zur GBM16T-Funktion auf der OneControl

  • Die GBM16T Schnittstelle kann nur mit einem BiDiBonePlus verwendet werden. Mit dem BiDiBone ohne dem Plus funktioniert diese Funktion nicht!!
  • Es wird die OneControl-Hardwareversion v1.3 für die Funktion benötigt. Ältere Hardwareversionen können nachgerüstet werden. Im Downloadbereich der OneControl finden Sie eine Umbauanleitung mit allen notwendigen Umbauschritten.
  • Mit der GBM16T-Funktion reduzieren sich die Servo-Ports von 8 Ausgänge auf 4 Ausgänge.
  • Die Firmware unterstützt die GBM16T Schnittstelle ab der Version 1.03.04.

onecontrol/anwendungen_onecontrol.txt · Zuletzt geändert: 2017/05/15 22:52 von t95529s