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stepcontrol:beispiele

Spur N - so wird die Drehscheibe per Schrittmotor steuerbar

- direkt, also ohne Getriebe :

Fleischmann Drehscheibe 9152 / 9152C

Diese Drehscheibe ist in dieser Spurgröße am häufigsten anzutreffen. Die Drehscheibe kann mit bis zu 48 Gleisabgängen (7,5°) betrieben werden. Alle weiteren Daten kann man bei Fleischmann direkt entnehmen.

Bei dieser Betrachtung hier, interessieren uns nur die Möglichkeiten des Umbaus und deren Nutzung als Digitale Drehscheibe per Schrittmotor. Aus meiner Sicht hat die 9152C gegenüber der 9152 den Vorteil, dass auf der Bühne bereits eine Gleistrennung vorhanden ist. Diese sollten wir nun natürlich, auch beim Umbau der Drehscheibe, sinnvoll versuchen zu nutzen. Wer auf diese Gleistrennung keinen Wert legt oder diese auch noch nachträglich selbst machen möchte, kann sich genau auch diesen Umbau für die 9152 vornehmen. Die Bühne ist ein wenig anders, aber alle Druckteile usw. gehen auch für die 9152, ohne jegliche Einschränkung.

Mein Umbau der Drehscheibe 9152C

Hier möchte ich meine Variante zum Umbau dieser Drehscheibe vorstellen.

Welches Material habe ich für meinen Umbau verwendet:

  • 6x Sechskantschraube M3x10
  • 18x Unterlegscheiben M3
  • 10x Innensechskantschraube M3x10
  • 2x Innensechskantschraube M3x12
  • 1x Innensechskantschraube M3x6
  • 3x Mutter M3
  • 1x Miniatur Flanschkugellager F684 ZZ 4x9x4 mm
  • 1x Messingstab 4×56 mm (Messingwelle)
  • (1x Wellenkupplung 20mm 2,5NM - 5mm / 4mm)
  • 1x ER11 5MM Motorwellenaufnahme und 4mm Spannzange
  • 6x Abstandshalter Spacer M3 Metall 50mm Rostfrei
  • Schwanheimer Industriekleber
  • Schwanheimer Aktivator Plus
  • Sekundenkleber YUKI MODEL mittelviskos (klebt unter anderem, sehr gut 3D-Filament)
  • Isopropanol
  • Neodym Magnet 2mm / 3mm Durchmesser
  • Industrieklebeband doppelseitig 3M-9088 6mm breit
  • 3D – Druckteile

Noch ein Hinweis zu den Schrauben: Welche Schrauben ihr bei einem Nachbau verwendet ist eigentlich egal. Jedoch müssen es für die Grubenplatte, die 6x Sechskantschrauben M3x10 sein. Die Schraubenlänge würde ich auch so belassen, weil die 3D-Druckteile dafür ausgelegt sind.

Auch kann ich nur empfehlen, den von mir benannten Industriekleber zu nutzen. Bei normalen anderen Klebstoffen, wird es schwer sein, eine dauerhafte Verbindung auf diese Weise zu erzielen. Natürlich muss einem dabei auch bewusst sein, die Verbindung kann man danach, nicht mehr ohne weiteres lösen. Man würde dadurch die Bühne zerstören.

Sollte jemand diese hier aufgeführten Teile nicht haben bzw. nicht wissen, wo er sie bestellen soll, dann bitte einfach bei mir melden (wokruegel@alice.de). Ich gebe die Links dann gern weiter. Sie sind alle in Deutschland gekauft.

Bühne von der Drehscheibe abbauen

Als erstes entfernen wir die Abdeckplatte auf der einen Bühnenhälfte (ist zwischen den Gleisen). Dann entfernen wir jeweils 4 Abfahrtsgleise oder Blindgleise oder Randstücke auf jeder Seite der Grube und Drehen die Bühne genau dorthin, so dass sie nicht mehr begrenzt ist. Nun entfernen wir den Sprengring von der Press-Schraube. Danach können wir die Bühne abheben.

Jetzt ziehen wir vorsichtig die Press-Schraube nach unten aus der Grube heraus. Ich habe vorher die dort angelöteten Kabel entfernt und die dort vorhandene Kabelhalterung (brauchen wir später wieder). Wie der Name schon sagt, die Press-Schraube ist in die Grube gepresst, also nutzen wir dafür eine Zange, natürlich mit der nötigen Vorsicht. Ist uns dies gelungen, haben wir auch schon den ersten Umbauschritt erfolgreich geschafft. Beim herausziehen der Schraube darf nichts ausbrechen.

Nun entfernen wir die restlichen Teile aus der Bühne. ….

Einbau der Messingwelle (4mm) in die Bühne

Dazu erstellen wir uns erst einmal ein kleines Hilfsmittel. Wir nehmen dazu ein Stück Holz (Holzoberfläche muss gerade und eben sein) und bohren mit einer Ständerbohrmaschine ein 4mm großes Loch mittig ins Holz. Es ist darauf zu achten, dass hier wirklich genau ein Winkel von 90° eingehalten wird. Dies ist später eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Bühne gleichmäßig und mittig sich in der Grube drehen kann.

Jetzt stecken wir die Messingwelle in das gebohrte Loch und setzen die Bühne darauf. Die Bühne muss auf dem Holz aufliegen (damit sie auch wirklich gerade ist) und die Welle sollte so ca. 0,5mm noch aus dem Bühnenloch ragen. Ist dies so vorhanden, geben wir einen Tropfen Schwanheimer Industriekleber an die überstehende Welle und danach einen Tropfen Schwanheimer Aktivator Plus. Na und schon ist innerhalb einer Sekunde die obere Verklebung erreicht. Sollte uns dies nicht ganz reichen, dann einfach noch einmal wiederholen.

Danach ziehen wir die Bühne mit Welle aus dem Holz, drehen die Bühne um und machen dies auch noch einmal auf der anderen Seite der Welle. Damit haben wir eine dauerhafte und feste Verbindung zwischen Bühne und Welle geschaffen.

Bühnenerweiterung

Um die Gleisabschnitte auf der Bühne der 9152C sinnvoll nutzen zu können, habe ich noch einen weiteren Gleisabschnitt erzeugt. Ich habe also das Gleis per Laubsäge und einem Metallsägeblatt Nr.2-fein (bitte kein rundes Sägeblatt verwenden) getrennt (siehe Bild). Dazu habe ich erst einmal ein 1,5mm großes Loch gebohrt und dort das Sägeblatt durchgesteckt und mit der Laubsäge verschraubt. Bitte mit Gefühl sägen. Es geht relativ leicht. Danach wieder die Mittelabdeckung aufsetzen und fertig. Somit haben wir jetzt auf einer Seite, 2 Gleistrennungen, also 3 Gleisabschnitte.

Diese können jetzt direkt durch die Bühnenplatine ausgewertet werden.

Im Inneren der Bühne werden wir jetzt die einzelnen Gleisabschnitte verdrahten. Auch hier nutzen wir, soviel bereits Vorhandenes, wie möglich. Dazu verändern wir die vorhandene Ring-Platine der Bühne wie im Bild.

Artikel geht hier weiter, sobald mir die Bühnenplatine vorliegt.

Welche 3D-Teile werden benötigt:

Ich empfehle für den Ausdruck der Teile, das Filament PETG von diesem Hersteller:

https://www.dasfilament.de/filament-spulen/petg-1-75-mm/438/petg-filament-1-75-mm-anthrazit-v2?c=21

Natürlich kann man diese Teile auch mit anderen Filamenten ausdrucken, keine Frage. Ob dann jedoch noch die Stabilität so gewährleistet ist und die Genauigkeit (Verzug und Schwund nach dem Ausdruck und die dauerhafte Stabilität des Ausdruckes) kann ich nicht einschätzen. Die Teile wurden alle von mir so konstruiert (Fusion 360), dass ein Nachdruck mit fast jedem 3D-Drucker möglich ist. Er sollte natürlich kalibriert sein (Maßhaltigkeit).

Sollte ein Sonderwunsch zu einem Teil vorhanden sein, dann bitte bei mir melden. Ich will gern bereit sein, auch dies zu realisieren, wenn es ohne großen Aufwand möglich ist.

Sollte jemand keine Möglichkeit haben, sich diese Teile zu drucken, kann ich dies nach Rücksprache übernehmen.

Bitte beachtet beim Nachdruck das Infill. Die Schichthöhe beträgt 0,2mm und als Füllmuster habe ich stets „Gitternetz“ gewählt. Man kann aber natürlich auch eine geringere Schichthöhe wählen. Dauert halt der Ausdruck länger…😊

Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis, die Teile dürfen keinerlei Warping aufweisen! Wenn doch, werdet ihr wenig Freude mit der DS haben.

Druckteile

Infill: 15%

Infill: 30%

Infill: 30%

KS = Kehrschleifen-Modul

Infill: 30%

Infill: 30%

Infill: 30%

Noch ein wichtiger Hinweis von mir. Wenn man den Umbau mit Hilfe der Bühnen-Platine von Fichtelbahn realisieren möchte, dann sollte man sich auch nur die „ds-motorplatte_ohne_ks.zip“ runterladen und ausdrucken. Möchte man dagegen seine eigene Bühnenelektronik nutzen, dann braucht man auch nur die Datei „ds-motorplatte_komplett_mit_KS.zip“ runterladen und ausdrucken. Also im Klartext, entweder die eine oder die andere Datei. Beide braucht man zum Weiterbau nicht.

Umbau der Grube

Zuerst notieren wir uns die Kabelanschlüsse. Diese sind durch Ziffern gekennzeichnet.

Jetzt löten wir geeignete Kabel an die Anschlüsse. Man kann natürlich auch wieder die gleichen Kabel dort anlöten. Ansonsten sollten die Kabel entweder unterschiedliche Farben haben oder in 2 Gruppen aufgeteilt sein. Diese werden wir später dann auch so durch den Zwischenring fädeln.

In die Grubenplatte setzen wir jetzt die 6 Sechskantschrauben ein. Diese dürfen nicht aus den Aussparungen der Grubenplatte überstehen. Dann versehen wir jede Schraube mit einer M3 Unterlegscheibe und schrauben die Abstandshalter darauf. Diese werden mit der Hand fest angezogen, das reicht. Die Höhe der Abstandshalter richtet sich nach der länge der Messingwelle. Nutzt man eine Wellenlänge von 70mm (bei dieser Länge wäre auch ein Umbau mit Getriebe möglich), so müssen die Abstandshalter 60mm lang sein. Bei einer Wellenlänge von 56mm, wären die Abstandshalter 50mm lang. Diese Variante wird von mir hier beschrieben.

Jetzt stecken wir die Montagehilfe (2x ausdrucken) zusammen und führen sie in den Grubenkreis ein. Das wird uns das genaue Aufsetzen der Grubenplatte erleichtern. Achtet bitte darauf, dass ihr die Lötfahnen der Anschlüsse nicht verbiegt. Jetzt die Kabel durch die Grubenplatte führen und mit Gefühl die Grubenplatte gerade auf die Grube auflegen und leicht andrücken. Sie sollte im Kreis einrasten und somit plan auf der Grube aufliegen. Haben wir dies geschafft, würde ich es ruhig noch zwei bis dreimal Üben. Beim „Finalauflegen“ habt ihr nur einen Versuch und der sollte sofort sitzen.

Der Grubenboden, wo jetzt die Grubenplatte draufgeklebt werden soll, wird jetzt einmal kurz mit Isopropanol abgewischt. Somit wäre eventuell vorhandenes Fett oder Schmutz beseitigt. Es wird dort aber bitte nichts angeraut!

Auf die Klebeseite der Grubenplatte (PETG) klebe ich jetzt 4 Streifen vom Industrieklebeband, relativ dicht, Innen. Ziehe dann die Schutzfolie ab und setze die Grubenplatte, wie vorher geübt, wieder vorsichtig auf. Führe sie zum Grubenring und lass sie durch kurzes Andrücken dort einrasten. Hat alles geklappt, haben wir den schwierigsten Teil auch schon wieder erfolgreich gemeistert. Die Grubenplatte sitzt jetzt bereits plan fest auf der Grube auf. Nun wird entlang der Ränder der Grubenplatte wieder ein Tropfen Schwanheimer Industriekleber gegeben und anschießend darauf ein Tropfen Schwanheimer Aktivator Plus. Das ganz einmal um die Grubenplatte herum und schon ist alles dauerhaft verbunden. Jetzt setzen wir das Flanschkugellager in den Zwischenring ein und drücken es vorsichtig, aber mit etwas Kraft, gerade in den Zwischenring.

Nun probieren wir ob die Messingwelle durch das Kugellager geht. Diese kann schon etwas eng sein, aber auch wieder so, dass man die Welle ohne großen Kraftaufwand durchschieben kann. Falls dies nicht der Fall ist, mit feinem Sandpapier, kurz über die Welle gehen. Ist aber in der Regel nicht notwendig.

Nun die Kabel, wie im Bild durch den Zwischenring führen und der Zwischenring sollte ohne Spiel in die Aussparung der Grubenplatte passen. Ist das der Fall, ein paar Tropfen YUKI MODEL an den Zwischenring geben und diesen wieder in die Grubenplatte einsetzen, fertig.

Wichtig, das Flanschlager wird nicht verklebt. Es sitzt straff in der Aussparung im Zwischenring und da kein Spiel vorhanden ist, ist es auch genau mittig und die Bühne sollte sich jetzt ganz leicht drehen lassen…

Nur Mut, auch wenn es sich vielleicht etwas kompliziert anhört, so schwierig ist das alles nicht. Ich habe auf diese Art und Weise schon mehrere Umbauten durchgeführt. Die fertige Grube sollte dann in etwa so aussehen.

Artikel wird noch erweitert...

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stepcontrol/beispiele.txt · Zuletzt geändert: 2021/10/18 21:40 von 12mm