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steuerungsprogramme:lokalremotebeispiele

Beispiel für lokale und rechnergestützte Aktionen

Mit etwas Geschick lassen sich die gleichen Aktionen sowohl lokal, z.B. an einem Stellpult, als auch per Rechner, z.B. mit einem Steuerungsprogramm, konfigurieren.

Das Prinzip ist für kleinere Anlagen verwendbar, bei denen „auf Sicht“ gefahren wird und es klar ist, ob das „Stellpult“ oder der Rechner „den Hut auf hat“. In jedem Falle sind die Hinweise im Kapitel Lokale Steuerung mit Schaltern oder Tastern zu befolgen, um Gefahren durch Fehlbedienung zu vermeiden. Eine Haftung bei Schäden wird hiermit ausgeschlossen!

In den folgenden Beispielen erfolgt die lokale Bedienung initial über Makros, die per Programm dagegen über Accessorys. Beide Einstiegspunkte verwenden anschließend gemeinsame Makros mit den gewünschten Funktionen. Das FEATURE_CTRL_MAC_START_MAN muss aktiviert werden, um „den Makrostart durch lokale Eingänge ein- oder aus zu schalten“. Dadurch wird der erste Eingang mit dem ersten Makro, u.s.f. verbunden.

Deshalb empfiehlt es sich, die Plätze der Funktions-Makros erst nach den möglichen Tasten-Makros (LightControl: 0-7, OneControl/OneDriveTurn: 0-15) beginnen zu lassen.

Stellpult für Fahrstraßen

Der Artikel beschreibt das Vorgehen mit Beispielen der verwendeten Makros und Accessorys. Die vollständige Konfiguration in Form einer NODEX-Datei für den BiDiB-Wizard findet sich am Ende des Artikels.

Ein Betriebsschwerpunkt auf meiner Anlage ist ein kleiner Bahnhof mit einer Autoverlad. Lokal möchte ich die Weichen für die Züge mit einem selbst gebauten, vorbildfreien Stellpult steuern, remote standardmäßig über Accessorys.

Mit dem „Stellpult“ für die Eisenbahn stelle ich die Weichen einer „Fahrstraße“ mit jeweils zwei Tastern (grün) für Start und Ziel. Da ich auf Sicht fahre, werden nur die Weichen des gewünschten Fahrwegs gestellt. Zusätzlich gibt es zwei (Ent)kupppler (rot), sowie ein Taster für die Grundstellung (schwarz): Die grüne LED signalisiert die Grundstellung und „rot“ den Tastendruck eines Entkupplers. Die gelbe LED leuchtet, wenn beide Taster eines Fahrweges gedrückt sind. Sie erlischt wieder beim Loslasssen. Darauf folgt das Stellen der jeweiligen Weichen.

Alle Taster werden an die Eingänge einer OneContol (4/48) angeschlossen, angefangen mit dem ersten Eingang. Das FEATURE_CTRL_MAC_START_MAN muss aktiviert werden, um „den Makrostart durch lokale Eingänge ein- oder aus zu schalten“. Dadurch wird der erste Eingang, hier „Strecke Süd“, mit dem Makro00 verbunden, u.s.f. Die Ansteuerung via Programm kommt dagegen über Accessorys. Sie haben alle nur einen Aspekt, der das gleiche Makro zum Weichenschalten wie die entsprechende Tasterkombination aufruft.

Am Beispiel Fahrweg „Strecke Süd“-„Einfahrt“: Diese Makros für die Fahrwege sind alle gleich aufgebaut: Warte auf TasterX=1 und TasterY=1, mach was mit den Kontrollleuchten, warte auf TasterY=0 und TasterX=0, starte das Makro, das die Weichen schaltet. Zur besseren Unterscheidung ist den Makros für die Tasten ein „T_“ und den gemeinsamen Makros für die Funktion ein „F_“ vorangestellt.

Die entsprechenden Accessorys für den Remote-Zugriff:

Das Makro mit den eigentlichen Schaltfunktionen: Hier werden die Weichen W1 und W3 geschaltet. Durch die notwendige anschließende Verzögerung wird das garantierte Ende des Accessorys einem Programm mitgeteilt. Der letzte Schritt hält alle durch Taster ausgelöste Fahrstraßen an. Damit werden angefangene Makros angehalten, was passsiert, wenn nur ein Taster gedrückt, dann aber ein anderer Fahrweg gewählt wurde.

Nur die Kuppler-Funktionsmakros sind unterschiedlich für „Stellpult“ und Programm, um eine Dauerbelastuung bei Fehlbedienung zu vermeiden.

Die Konfiguration ist für eine OneControl in der Variante 4/48 ausgelegt: Nodex-Datei Autoverlad-Bahnhof

Stellpult mit 1-pol-Eingang und Schrittschaltwerk

Der Artikel beschreibt das Vorgehen mit Beispielen der verwendeten Makros und Accessorys. Die vollständige Konfiguration in Form einer NODEX-Datei für den BiDiB-Wizard findet sich am Ende des Artikels.

Auf der anderen Seite des oben geschilderten Betriebsschwerpunktes gibt es die Autos, die es zu verladen gilt. Die Autostraße ist ein (altes) Faller-ams-System, das ebenfalls über Stromschienen angesteuert wird.

Für die lokale Steuerung des straßenseitigen Autoverlad habe ich ein Stellpult gebaut und an eine Anlagenecke mit sinnbildlich dargestelltem Straßenverlauf platziert. Die Verarbeitung übernimmt ein BiDiB-Knoten OneDriveTurn (4/48).

Das Stellpult hat drei Arten der Bedienung:

  • Weichenumschaltung über nur einen Eingang
  • Weichenschaltung nur Abzweig (die Geradeausstellung erfolgt mechanisch)
  • Schrittschaltwerk mit aufeinander folgenden Funktionen

Die grünen Taster schalten die entsprechenden Weichen auf Abzweig, die gelben und der rote Umschalter bedienen die Weichen zum Autoverlad. Der Fahrweg der drei Kreisel wird über die schwarzen Schalter-Paare gestellt. Der grün-rote Taster bedient das Schrittschaltwerk für den straßenseitigen Autoverlad.

Weichenumschaltung mit nur einem Eingang

Um Eingänge zu sparen, habe ich die gewünschte Weichenstellung durch den Status eines Eingangs festgelegt und dadurch mit einem 1-poligen Schalter realisiert. So bedeutet z.B. Eingang=0 (Schalter geschlossen) ⇒ „Weiche gerade“ und Eingang=1 (Schalter offen) „Weiche rund“.

Das Makro für die Schalter der „Autoverlad Ausfahrt“ sieht dann beispielsweise so aus: Es wird gewartet, bis der Wert des Ports „Autoverlad Ausfahrt“=1 ist, dann die Weiche „Autoverlad Ausfahrt“ auf gerade gestellt. Wird der Schalter dann umgelegt und der Eingang=0, wird die Weiche auf rund gestellt. (Beachte: Je nach Stellung eines Schalters beim Ab- und Einschalten der Anlage, muss er einmal hin- und her bewegt werden.)

Makro und Accessory für die gleiche Funktion durch den Rechner: und sowie das Accessory mit seinen zwei Aspekten: Die Makros für den Rechner sind getrennt vom Stellpult ausgeführt.

Weichenschaltung nur Abzweig

Die originalen Weichen beim Faller-ams-System zeichnen sich dadurch aus, dass nur die Einfahrt in die abzweigende Spur geschaltet und der Weichenhebel durch das einfahrende Auto mechanisch wieder zurück gestellt wird. Dadurch benötigt man nur einen Stellausgang bzw. hier nur eine Richtung des Motortreibers. Das entsprechende Makro sieht dann denkbar einfach aus.

Der Taster steuert wegen FEATURE_CTRL_MAC_START_MAN=1 das Makro direkt an, der Rechner kommt über das Accessory und benutzt es ebenfalls: Accesssory (nur Rechner):

Schrittschaltwerk mit unterschiedlichen Funktionen

Das Schrittschaltwerk wird vom Stellpult aus mit einem Taster durchgeschaltet: Jeder Tastendruck ruft der Reihe nach die entsprechenden Makros auf.

Dabei lösen die einzelnen Schaltwerkschritte unterschiedliche Aktionen aus. Hier am Beispiel der „Ausfahrt“ vom Autotransporter: Erst werden die Ampeln für die Zu- und Abfahrt entsprechend auf „Rot“ gestellt. Dann wird die Schranke an der Einfahrt geschlossen. Es folgt ein lustiges Blinken mit anschließender Grünphase. Zuletzt zieht ein Servo den Faller-ams-Autotransporter an die Straßenschiene, womit die Autos Fahrstrom erhalten und los fahren können.

Das Accessory für den Rechner: Zu sehen sind die vier Aspekte für die Makros vom Schrittschaltwerk. Zusätzlch sorgt der Aspekt „Verladung Ampeltest“ dafür, dass beim Einschalten der Anlage die Ampelanlage einmal durchgeschaltet wird.

Nebenbei: Die Ampelanlage hat insgesamt vier verschiedene Zustände: rot/rot, rot/grün, grün/rot und „aus“. Dafür sind aus Sparsamkeitsgründen nur zwei GPIO-Ausgänge verwendet. Die gewünschten Zustände werden über eine nachfolgende logische Schaltung realisiert.

Die Konfiguration ist für einen OneDriveTurn in der Variante 4/48 ausgelegt: Nodex-Datei Autoverlad-KFZ

steuerungsprogramme/lokalremotebeispiele.txt · Zuletzt geändert: von Michael

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